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Elegantes Sacher-Fastfood

Knackig, kaiserlich, elegant muss ein Stretched-Frankfurter sein um den Namen Sacher-Würstel tragen zu dürfen. Sein XXL-Gardemass ist 22-25 cm und es bringt ca 18 dkg auf die Waage. Sie treten gewöhnlich paarweise auf. Die pralle Haut ist das Geheimnis eines perfekten Frankfurters. Und da geht es nicht nur um die Wurst. Da ist auch wichtig, daß das Sacherwürstel von "Hand" gegessen werden muß und dazu kommt nur Kren, Estragonsenf und ein knuspriges Kaisersemmerl, sonst nix.



Wenn einer glaubt Gulasch kochen,... kein Problem, Wienerle kein Problem. Dem ist beileibe nicht so. Und das gilt auch fürs Sacherwürstel: Bloß nicht platzen lassen. An sich, ist die Zubereitung eines klassischen Sacher-Frankfurters einem strengen Zeremoniell unterworfen, wie bei Hofe unter seiner Durchlaucht Kaiser Franz Josef.


Es fängt damit an , dass man genügend Wasser mit etwas Salz und einem halben Rinderboullion-Würfel ( mein Spezialtipp, weil damit das Würstel seinen besonderen Geschmack erhält und behält) bis knapp unter den Siedepunkt erhitzt. Erst dann gibt man die Sacherwürstel in den Topf/ Kasserole. Jetzt läßt man den Topf noch circa 3 Minuten ( aber nicht kochen lassen, damit das Delikatesse-Gut ja nicht platzt, aber prall wird !!!) auf der Platte. Anschließend den Topf beiseite stellen, um die Würstel circa 10 Minuten ziehen zu lassen.


An Getränken paßt am besten ein frisches, kühles Bier. Es kann aber durchaus auch Champagner sein. Nur Wein, das lass sein.


Wir Österreicher können stolz auf unser Frankfurter Würstel sein, welches in Wien Anfang des 19. Jahrhunderts von einem zuagroasten deutschen Metzger aus Frankfurt ( daher der Name), erfunden wurde.

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