Wunschliste

Zu Weihnachten dürfen sich sogar Raben was wünschen. Und auf ein fleißiges Christkind hoffen.

Mannomann, was für ein Jahr geht denn da zu Ende! An allen Ecken und Enden dieser Welt raucht und kracht es. Die Trumps und Kim Jong Uns dieser Welt lassen ihre Muskeln spielen. Selbst die Stabilitäts-Bastion Deutschland ringt seit Monaten um eine tragfähige Regierung. Und andererseits werden Randthemen zu Polit-Monstern hochgespielt. Doch eines scheint von all dem Trubel unbeeindruckt: die Wirtschaft. Die Konjunktur läuft auf Hochtouren und sorgt damit für den einzig stabilen Faktor.

Und jetzt komme ich schon zu meinen frommen Wünschen: Liebes Christkind, öffne allen beherzten Polit-Darstellern dieser Welt die Augen für die wirklich wichtigen Dinge. Die da sind:

Stabilität. Sicherheit. Frieden – auch sozialer. Rahmenbedingungen, mit denen Leistung Spaß macht. Schwarze statt rote Zahlen beim Budget – schließlich sollen eure Kinder für schlechte Haushaltsführung nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag blechen. Mut zur Lücke – gerade auch in der ausufernden Bürokratie. Und vor allem: etwas weniger Platz für Ego und Selbstdarstellung und mehr Raum für Hausverstand und Augenmaß. Und für die Weihnachtstage habe ich noch einen besonderen Wunsch: Mögen die Handys in Frieden ruhen und die Menschen sich Aug in Aug unterhalten, ganz unaufgeregt, ganz persönlich. Vollgas ist das ganze Jahr – jetzt ist der Moment, wieder Bodenhaftung zu bekommen.

Ich weiß, meine Wünsche sind alles andere als bescheiden. Aber wer außer dem Christkind sollte das schaffen, meint

Euer Rabe

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Abgerufen am: 18.10.2018