Flughöhe

Probleme lassen sich lösen – wenn man mit dem richtigen Abstand sowohl das große Ganze als auch wichtige Details im Blick hat.

Ob man Dinge vernünftig angeht und dann auch löst, ist oft eine simple Frage der Flughöhe. Als Rabe kenn ich mich da aus. Man kann zu tief oder zu hoch fliegen - beides ist problematisch.

Ein Beispiel für Ersteres sind die oft zäh geführten Diskussionen über den Naturschutz in Tirol. Da geht es in der politischen Debatte oftmals schon um einen Konturenflug, so tief ist der Kurs. Mit einer simplen Folge: zu viele Details, zu groß erscheinen eigentlich lösbare Probleme. Umwelt schützen wollen auch die Unternehmer, aber ohne eine Käseglocke übers ganze Land zu stürzen. Augenmaß ist angesagt – das gibt es, wenn die Flughöhe passt.

Andererseits: Wenn es um die Wirtschaft geht, ist die Flughöhe oftmals zu hoch. Die gute Konjunktur täuscht vor, dass eh nichts zu tun ist. Es gibt aber sehr wohl einige Probleme, die im Detail betrachtet werden wollen. Dazu gehören Betriebsnachfolgen, der Fachkräftemangel oder hauchdünne Gewinnspannen in manchen Branchen. Ein Alpenrundflug des schönen Panoramas wegen ist zu wenig. Gute Piloten (= beherzte Politiker) gehen tiefer, riskieren dabei zwar Turbulenzen – aber nur so lassen sich die Knackpunkte erkennen und bewältigen.

Die Sache mit der Flughöhe trifft auf alle großen Themen zu, die uns derzeit beschäftigen. Nur wenn das Verhältnis vom Blick auf das große Ganze und der Sicht auf die wichtigsten Details passt, kommen Lösungen mit Augenmaß heraus, meint

Euer Rabe

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Abgerufen am: 17.07.2018