Drachen steigen

Nach Olympia dient nun der Tourismus als populistische Zielscheibe für die Liste Fritz. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Drachen steigen am besten, wenn man sie gegen den Wind aufzieht. Genau dieses Prinzip scheint die Liste Fritz zu nutzen, wenn sie ihre populistischen Drachen steigen lässt. Man braucht sich nur eine Stelle zu suchen, in der die Luft besonders turbulent ist. Das war schon bei Olympia so. Eine diffuse Brauchen-wir-nicht-Stimmung ist für Nein-Parolen besonders empfänglich. Da ist es auch völlig wurscht, dass der Fritz einst bei Olympia mitgemacht hat und noch für die Jugendolympiade eine flammende Pro-Botschaft abgegeben hat. Mit Angst, Neid und Klischees lässt sich prächtig Politik machen.

Und jetzt lassen die Fritzen ihre heiße Luft mit dem Stichwort "Massentourismus" steigen und wettern gegen die Gäste. Sie ignorieren, dass die Touristiker selbst – seit Jahren – die Probleme in der Stimmung erkannt haben und auf Qualität setzen. Sie ignorieren, dass es im Land ohne Tourismus trist aussehen würde - jeder dritte Euro wird in Tirol direkt oder indirekt im Tourismus verdient, 80.000 Arbeitsplätze hängen daran. Sie ignorieren, dass auch ein Zurückdrängen von derzeit 47 Millionen Nächtigungen auf 30 oder 20 Millionen immer noch Massentourismus wäre – aber bei massenhaft pleite gegangenen Hotels und einem Heer an neuen Arbeitslosen. Aber das ist den Fritzen egal. Die Drachen fliegen halt so gut, wenn man sie gegen den Wind einer seriösen Diskussion segeln lässt, meint

 

Euer Rabe

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Abgerufen am: 20.02.2018